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Was hat die Angst vor Hunden mit der Kindheit zu tun?

Die Geschichte von Herrn Landliebe und dem  Hund Bobby

Herr Landliebe lebte in einem schönen Reihenhaus in der Stadt und war mit sich und dem Leben zufrieden. Er liebte es, in seinem kleinen Garten zu sitzen und sich an seinem englischen Rasen und der Blumenpracht zu erfreuen. Das ging so lange gut, bis die neuen Nachbarn in das Nebenhaus einzogen.

Die Nachbarn waren eigentlich ganz nett, wenn da nur nicht der Goldene Retriever  Bobby gewesen wäre.  Als er Bobby im Nachbargarten sah, spürte er plötzlich „wie aus heiterem Himmel“ Angst in ihm aufstieg. Dies Angst führte dazu, dass er nun lieber in der Wohnung blieb,  wenn Bobby draußen war. Selbst bei schönstem Wetter hielt er sich immer öfter in der Wohnung auf.

Seine kleine Enkelin Marie merkte, dass er Angst vor Bobby hatte. Sie erklärte ihm fachmännisch, dass Bobby ganz lieb ist und einem Dieb sogar noch die Tür öffnen würde, statt zu bellen oder zu beißen.  Das machte ihn nur noch trauriger, denn er sah ja durch das Fenster, wie lieb Bobby mit den Menschen und Marie  umging.  Ja seine kleine Enkelin war richtig  verliebt in „ihren“ Bobby. „Opa komm doch mit, Bobby ist so lieb.“
Nun begann er sich selbst zu beschimpfen, weil er so feige war. Doch es wurde noch schlimmer. Immer wenn er auf der Straße nun einen Hund sah, bekam er Angst und musste wie unter Zwang die Straßenseite wechseln. Es war eine Frage der Zeit, dass er eines Tages auch nicht mehr auf die Straße gehen würde. Seine Frau sagte zu ihm, so geht das nicht mehr weiter. Du brauchst Hilfe.

Als er zum wingwave®-Coaching kam, sagte er, dass er die Welt nicht mehr versteht. Obwohl ihm vollkommen klar ist, dass Bobby lieb ist, hat ihn trotzdem diese unbegreifliche Angst im Griff. Schlimmer noch, sie wird von Tag zu Tag stärker.

Zuerst erklärte ich ihm, dass Gefühle, die unsere Sicherheit und unser Überleben betreffen, aus der Steinzeit stammen und nur bedingt von unserem Verstand gesteuert werden können.  In der heutigen Zeit, sind einige dieser Ängste aber regelrechte Erfolgs-Blockaden. Mit der wingwave®-Methode und den „wachen REM-Phasen“ wurde nun aber ein Weg gefunden, der es ermöglicht, unpassende Gefühle, wie die  “ Angst vor Hunden“ zu verarbeiten.
Ausgangspunkt beim Coaching ist immer eine konkrete Situation, wo das unangenehme Gefühl erlebt wurde.  Er schilderte mir nun eine Episode mit einem Hund:  >> Vor einigen Jahren saß er an einem schönen Sommertag mit seiner Frau in einem Gartenlokal, als plötzlich und unerwartet  ein sehr großer Hund über den Zaun gesprungen kam. Das hatte ihn damals sehr erschreckt. Aber eigentlich er fand das heute nicht mehr so schlimm. <<
Mit dem Muskel-Test stellte ich fest, ob er das Erlebnis von damals wirklich nicht mehr so schlimm fand. Der O-Ring ließ sich leicht öffnen , was gleichbedeutend mit einer Stressantwort ist.   Als Emotionen testete dann die Emotion Angst schwach.
Als ich ihn fragte, wo er die Angst im Körper spürt, stellte er ein Druckgefühl in der Magengegend fest. Nachdem nun der Fokus, die Emotionssorte und das Körperecho bestimmt waren, konnte nun die Verarbeitung der Situation mit den „wachen REM-Phasen“ beginnen.
Dazu bat ich Herrn Landliebe nun an diese unangenehme Situation, die Angst vor dem Hund und das Druckgefühl im Magen zu denken und gleichzeitig meinen Fingern mit den Augen zu folgen. Im Verlaufe mehrerer „Winke-Sets“ spürte er wie das Druckgefühl im Magen langsam schwächer wurde und die Erinnerung an den Hund im Lokal immer mehr verblasste.

Am Schluss der eineinhalb stündigen Sitzung und nach mehrerer Durchgängen „wacher REM-Phasen“ sagte er mir: Es ist jetzt vorbei!
Bei dem Gedanken an die Situation im Lokal testete er nun „stark“, diese Situation hatte er nun „verkraftet“ und verursachte keinen Stress mehr.

Aber hatte er nun keine Angst mehr vor Hunden?
Zur Sicherheit testete ich noch, ob das gesamte Thema Angst vor dem Hund wirklich erledigt ist. Er war überrascht,  als er bei dieser Aussage unerwartet wieder stark schwächelte. Das heißt, das gesamte Thema Angst vor dem Hund war noch nicht aufgelöst.
Meine typische Coaching-Annahme war, dass es sich noch andere Erlebnisse in Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft gibt, die immer noch Stress auslösen.
Mit dem O-Ringtest als Feedback-Instrument fanden wir dann heraus, dass es in der Vergangenheit im  Alter von 4 Jahren eine starke Stressreaktion gab. Was war mit 4 Jahren passiert? Zuerst fiel ihm nichts dazu ein.
Mit dem Aussagenbaum  fanden wir heraus, dass seine Mutter mit im Boot war. Bei diesem Hinweis fiel bei ihm plötzlich der Groschen.
Er erinnerte sich an eine Erzählung seiner Mutter: >> Beim Spazierengehen waren beide von einem  „großer schwarzer Hund“ attackiert worden.  Sie konnten sich in eine Telefonzelle retten und der Hund soll wütend hochgesprungen sein und laut gebellt haben. << Er selbst konnte sich nicht erinnern. Nun testete ich diese Situation und die Finger gingen wie Butter auf. Es war Stress pur.  Diesmal spürte Herr Landliebe eine starken Druck auf der Brust und das Atmen fiel ihm schwer.
Nun folgten seine Augen wieder meine Fingern und er dachte an diese bedrohliche Situation in seiner Kindheit. Man konnte förmlich sehen und spüren, wie er langsam immer besser durchatmen konnte. Er entspannte sich immer mehr und er schilderte mir, dass das Bild der Telefonzelle mit dem Hund immer kleiner wurde und schließlich in der Ferne verschwand. Nun fielen alle Muskeltests stark aus und auch das gesamte Thema Hund war kein Angst auslösendes Thema mehr.

Eine Woche später rief mich Herr Landliebe an. Er war mit seiner Enkelin im Garten vom Nachbarn gewesen. Zuerst wollte er eigentlich nicht mitgehen, da er skeptisch war und am Erfolg des Coachings zweifelte.  Am Anfang war ihm deshalb doch etwas mulmig zumute. Erst als Bobby neben ihm stand und mit dem Schwanz wedelte, bemerkte er erfreut, dass seine Angst  wirklich weg war.
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Erfahrung: Dieses Problem der Skepsis ist typisch für ein wingwave-Coaching. Wenn man teilweise viele Jahre lang unter Ängsten und Erfolgs-Blockaden gelitten hat, dann werden diese zu einem akzeptierten lebendigen Bestandteil des Selbst. Man kennt es ja nicht anders. Nun plötzlich 1 bis 3 Sitzungen später soll der Spuk vorbei sein. Typische Reaktion: Das kann doch einfach nicht sein, ich bin so ein schwieriger Fall und da kann das Thema niemals so leicht aufzulösen sein. Viele denken noch Wochen danach an ihr Thema und fragen sich immer wieder, ist es wirklich aufgelöst? Ein Glück, man muss nicht an den Erfolg glauben, sondern erlebt ihn und ist erleichtert.

Wichtiger Hinweis: An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass es keine Erfolgsgarantie für ein wingwave®-Coaching  gibt, das wäre unseriös.  Andererseits habe ich persönlich schon so viel kleine „Wunder“ erlebt, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Wenn es nicht schon ein Buch „Erfolge zum Wundern“ über andere wingwave-Coaching-Erlebnisse gäbe, würde ich es gerne schreiben. Nun mein Tipp: Das beste Mittel um herauszufinden, ob der Pudding schmeckt, ist immer noch: einfach kosten. Finden Sie es selbst heraus.

Bemerkung zum Datenschutz: Diese etwas ausführliche Geschichte habe ich frei nacherfunden, um einen Coaching-Ablauf bei Ängsten mit wingwave® etwas greifbarer und verständlicher darzustellen. Um meine Klienten zu schützen und dem Datenschutz gerecht zu werden, habe ich den Kontext und die Details so verändert, dass der Klient  oder die Klientin sich selbst nur schwer wieder erkennen werden.
Alle Rechte bei wingwave-persdorf

2018-09-14T09:29:53+00:0010 September 2018|Geschichten zum Staunen|